Domäne

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Do|mä|ne [do'mɛ:nə], die; -, -n:
1. Teil des dem Staat gehörenden landwirtschaftlich genutzten Bodens:
eine Domäne pachten.
Zus.: Staatsdomäne.
2. Gebiet, auf dem jmd. Bescheid weiß, sich besonders betätigt o. Ä.:
Kindererziehung ist immer noch eine Domäne der Frauen; römisches Recht ist seine ureigenste Domäne.
Syn.: Spezialgebiet, Spezialität.

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Do|mä|ne 〈f. 19
1. staatliches od. landesherrliches Landgut
2. 〈fig.〉 Arbeitsgebiet, Wissensgebiet, auf dem man bes. gut Bescheid weiß
● die mittelhochdeutsche Literatur ist seine \Domäne [<frz. domaine „(staatl.) Landgut“ <lat. dominium „Herrschaft“]

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Do|mä|ne [frz. domaine = Besitztum], die; -, -n: in Festkörpern mit physikal. Methoden nachweisbare kleindimensionierte Bereiche (z. B. magnetische, elektr. oder Dipol-D.), innerhalb deren bestimmte Ordnungszustände bzw. Stoffeigenschaften (z. B. bes. ferromagnetische oder ferroelektrische Phänomene) anzutreffen sind. Bei Fl. spricht man statt von D. von Mizellen, oft auch von cybotaktischen Strukturen.

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Do|mä|ne , die; -, -n [frz. domaine = Gut in landesherrlichem Besitz < lat. dominium, Dominium]:
1. Staatsgut, staatlicher Landbesitz:
eine ertragreiche D.
2. Spezialgebiet; Gebiet, auf dem sich jmd. besonders betätigt, besonders gut auskennt:
eine D. der Jugend;
ihre D. ist die Kurzgeschichte.

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I
Domäne
 
[engl. domain], Netzwerke: allgemein eine Gruppe von Geräten in einem Netzwerk, die zusammengehören und unter einem gemeinsamen Namen angesprochen werden können.
 
Speziell im Internet (und anderen Netzen, die mit dem Übertragungsprotokoll TCP/IP arbeiten) ist eine Domäne ein (sachlich oder räumlich begrenzter) Bereich, der durch gemeinsame Merkmale gekennzeichnet ist; meist versteht man darunter eine Gruppe von Computern mit gemeinsamen Namensbestandteilen (Host-Name), etwa alle Computer mit einer in Deutschland registrierten Adresse oder alle Unternehmen. Der kleinste gemeinsame Namensbestandteil heißt Top-Level-Domain (»Domäne oberster Ordnung«), z. B. das Länderkürzel ».de« oder das Kürzel ».com«. Domänen können in Unterdomänen eingeteilt werden, die man Second-Level-Domäne, Third-Level-Domäne (»Domäne zweiter bzw. dritter Ordnung«) usw. nennt.
 
Bei dem Betriebssystem Windows NT bezeichnet man die Zusammenfassung mehrerer Computer, die zentral administriert werden können, als Domäne. Einer der Server der Domäne, der sog. Domänen-Controller, führt die zentrale Benutzerverwaltung durch.
II
Domäne,
 Speichertechnik: in einem Magneten ein mikroskopisch kleiner Bereich, in dem die magnetischen Partikel die gleiche Orientierung aufweisen. Statistisch verteilte Domänen sind in magnetischen Materialien »von Natur aus« vorhanden; in magnetischen Speichermaterialien werden sie beim Formatieren in geordneter Weise erzeugt.
 
In einem Magnetblasenspeicher ist eine Domäne die kleinste Speichereinheit.

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Do|mä|ne, die; -, -n [frz. domaine = Gut in landesherrlichem Besitz < lat. dominium, ↑Dominium]: 1. Staatsgut, staatlicher Landbesitz: eine ertragreiche D.; Ihr Vater habe sich ... entschlossen, das heruntergekommene Gut wieder zu bewirtschaften, und nicht nur eine vorbildliche D. daraus gemacht (Fest, Im Gegenlicht 193). 2. Spezialgebiet; Gebiet, auf dem sich jmd. besonders betätigt, besonders gut auskennt: eine D. des Mannes, der Frau, der Jugend; seine D. ist die Kurzgeschichte; In den unteren Preisgefilden ist der Markt bis jetzt leider eine fast totale D. der Japaner (Falter 23, 1983, 28).

Universal-Lexikon. 2012.

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